Portables Informations- und Trainings-System
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Wer bisher im Glauben war, der Atari Lynx sei nur für Spiele gut, der wird mit P.I.T.S. eines Besseren belehrt.
Das Portable Informations- und Trainings-Sytsem, oder kurz P.I.T.S., ermöglicht es dem Besitzer, interaktiv für die Führerscheinklasse III zu trainieren, wobei die Idee dazu nicht wahrhaftig neu war, wo es schon in den 80er Jahren Ansätze zu solchen Anwendungen gab, aber auf einem Handheld war es eben seinerzeit, erschienen ist es im Jahre 1994, eine Neuheit.
Die Anwendung P.I.T.S. ist dabei speziell auf die deutsche Führerschein Klasse III und damit auf die deutschen Verkehrsregel ausgelegt. Die Entwicklung begann im Jahre 1992 und wurde ursprünglich für das DVPI (Deutsche verkerhspädagogische Institut) geplant. Urheber dieses Programmes sind Lars Baumstark und Bastian Schick, bekannt unter anderem von den Titeln T-Tris oder SIMIS.
Als wissinteressierter Fahrschüler startet man mit Text, vergleichbar den Fahrschul-Fragebögen und löst dabei nacheinander die Aufgaben, begleitet von zahlreichen Bildern, die zur Untermalung digitalisiert wurden. Hat man die Aufgaben beendet, erfolgt die Auswertung in Form einer Ergebnis-Anzeige mit Fehlerzahl, falsch beantwortete Fragen werden dann zur besseren Einprägung nochmals durchgegangen.
Zum Auslieferungsumfang gehörte ein transparenter Plastikkoffer, der alles enthielt, was man zum erfolgreichen Absolvieren des Programmes benötigte.Unter anderem zu finden war ein Atari Lynx (im Set als Theoriecomputer bezeichnet), die P.I.T.S. Cartridge, ein Begleitordner mit Dokumentation für Schüler und Lehrer und einem original Lynx Netzteil. Über eine genaue Stückzahl, in der das System in diesem Umfang damals ausgeliefert wurde, sind keine Informationen verfügbar, jedoch lässt die Tatsache, dass ein solches System eher selten in Foren oder auf Auktionsplattformen auftaucht, auf eine geringe Auflage schließen.
Aber es sind vermehrt lose P.I.T.S. Cartridges in Online-Auktionen zu finden, den Grund erklärt Lars Baumstark damit, dass auf Nachfrage einige Exemplare nachproduziert wurden (Einzelpreis 35€). Relativ verärgert war er dann darüber, dass diese wenig später zu horrenden Preisen, meist um die 100€, online angeboten wurden.
Wer hier also auf die teure Alternative für die Sammlung verzichtet, und nicht auf die Jagd nach dem gesamten System im Koffer gehen mag, was durch die Tatsache, dass es eh komplett vergriffen ist, schwierig werden dürfte, konnte bis vor Kurzem noch bei den Autoren die Einzelcartridge lose erwerben. Wer also noch ein Stück für seine Sammlung sucht, der kann unter anderem zunächst mal bei den Autoren nachfragen, und nicht die Abzocker bei Onlineauktionen unterstützen.
Weblinks
Planet Atari - vielen Dank für die Unterstützung bei diesem Bericht
